Marana-Pizzaofen bei Eataly in Paris

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13 Dezember 2018
Der Wert der Pizza
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Forno per Pizza Marana all’Eataly di Parigi

Ein Marana-Pizzaofen bei Eataly in Paris. Dadurch hat auch Verona einen kleinen Anteil an der Eroberung der französischen Hauptstadt durch die von Oscar Farinetti ins Leben gerufene Gruppe.
Mit fast 40 Geschäften in 12 Ländern weltweit legt die Gruppe ihren ersten Konzernabschluss vor. Dieser verzeichnet einen Umsatz von 465 Mio. Euro mit einem Zuwachs von 20 % und einem symbolischen Jahresüberschuss von 1 Mio. Euro. Für 2018 lautet die Prognose 538 Mio. Euro.
Der Gruppe gelang es, die roten Zahlen von 2016 in vollem Umfang auszugleichen, als ein Rückgang der Umsatzerlöse von 32 Mio. und ein Nettoverlust von 11 Mio. verbucht worden waren. Äußerst positiv war auch das EBITDA mit einem starken Anstieg auf 25 Mio. und einem Ziel von 35 Mio. für das laufende Jahr sowie von über 60 Mio. für das Jahr 2020.
Insbesondere erhöhte sich der Absatz von Eataly um 7 Prozentpunkte im Binnenmarkt und noch viel ausgeprägter im Ausland: in den USA beispielsweise gleich um 48 Prozentpunkte.
Auch das erste Quartal 2018 bestätigt den gesunden Trend mit einem Wachstum von +19,6 % zu konstanten Wechselkursen bzw. von +24,7 % zu laufenden Werten.
Angestrebt wird ein Umsatz von mehr als 700 Mio. Erträgen bis 2020, was vor allem einem stabilen Plan betreffend Neueröffnungen und neue Kooperationen, aber vor allem dem für 2019 bestätigten Börsengang zu verdanken ist.
Im Fokus stehen weiterhin die USA und Europa, aber auch China, wo gerade Verhandlungen mit einem möglichen Partner laufen, die bereits im Sommer zur Gründung einer gemischten Gesellschaft oder zu einer direkten Beteiligung des Partners am Kapital führen. Die Volksrepublik soll das drittgrößte Absatzgebiet des Experten für italienische Kulinaria werden. Zumindest im Internet wird im Übrigen auch über eine Zusammenarbeit mit Alibaba gesprochen.
„Gegenwärtig“, so Reuters, „wird Eataly zu zirka 60 % von der Familie Farinetti beherrscht, Tip-Tamburi Investment Partners (mittels ClubItaly) hält dagegen knapp 20 %, und ungefähr denselben Anteil besitzt die Gesellschaft Carlo Alberto unter Luca Baffigo und Elisa Miroglio.“
Im Februar erfolgte der Launch der Kette in Schweden, mit einer 3000 qm großen Fläche in der Biblioteksgatan, im November 2017 wurde dagegen in Los Angeles ein Megastore auf 3 Ebenen mit einer Fläche von 6000 qm eröffnet.
Auf dem Programm stehen nun die Eröffnungen in Paris, dank der Partnerschaft mit Galeries Lafayette, und Las Vegas, aber auch in Verona und Toronto. Ins Zielfenster rücken erneut die Emirate, wo Eataly bereits in Dubai (mit 2 Stores) und in Doha, Katar, vertreten ist. In Saudi-Arabien ist die Gruppe dagegen in Riad tätig.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Abschluss des Pachtvertrags für die erste Verkaufsstelle auf britischem Boden in London. Der Store soll 2020 eröffnet werden und umfasst zirka 3900 qm im ersten Stock des Broadgate-Gebäudes, einer riesigen „Arena“ mit einer Fläche von 130.000 qm rund um Kulinarisches, Shopping und Fitness.
Ebenfalls Reuters zufolge sind in der Zukunft Eröffnungen in den Vereinigten Staaten in San Francisco, Washington und Miami geplant, in Europa in Lissabon und Madrid.
Was dagegen Fico Eataly World in Bologna betrifft, prognostiziert Exekutivpräsident Andrea Guerra einen Umsatz von rund 50 Mio. in den ersten 12 Monaten, d. h. bis November 2018.

http://distribuzionemoderna.info/finanza/eataly-prevede-700-milioni-di-fatturato-entro-il-2020